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Alf Poier war mit Helmi erster Sieger und 2005 beinahe beim Song Contest

2005 wäre Helmi, wäre es mit rechten Dingen zugegangen, mit dem Lied von Alf Poier zum Song Contest 2005 nach Kiew gefahren. Die österreichische Vorausscheidung gewann man, doch ein merkwürdiges Abstimmreglement verhinderte das Lied. (Foto: Auftritt ORF-Vorausscheidung 2005)

(Wien, im September 2010) Reminiszenz an 2005: Damals trat Alf Poier mit dem Song “Good Old Europe is dying” zur Vorausscheidung im ORF für den Eurovision Song Contest an. Poier war bereits 2003 mit “Weil der Mensch zählt” in die Endrunde gelangt und vertrat Österreich mit einem guten 6. Platz.

Doch Alf Poier, Gerhard Helmi Eichberger und alle anderen Bandmitglieder wurden 2005 um den Sieg betrogen. Nach der Vorausscheidung im ORF hatte Alf Poier per Telefonvoting REAL ca. 106.000 Stimmen (per Telefon und SMS) erhalten. Er landete dennoch nur auf Platz zwei (!) hinter der Band “Global Kryner”, die nur ca. 60.000 Stimmen bekam. Grund dafür war eine Verrückheit im Abstimmsystem, dass jedes Bundesland nur gleich viele Stimmen abgeben konnte, obwohl Wien sechs Mal so viel Bevölkerung hat wie das Burgenland. Poiers Lied “Good Old Europe is dying” hatte mehrheitlich Stimmen aus Wien. Der Folksong von “Global Kryner” sprach hingegen westliche Bevölkerungsteile Österreichs an.

Mit 106.000 Stimmen Zweiter

Übrig blieb viel Ärger. Alf Poier machte sich in einer Zuschrift an den ORF zurecht Luft, die heute noch zitiert wird:

“Wer auf dieser Welt Gerechtigkeit fordert ist ein Idiot!
Wer auf dieser Welt Verständnis fordert ist geistesgestört!
Ich danke Euch allen im Namen der Wahrheit!
Alf Poier Platz 2 mit 106.000 Stimmen
Global Kryner Platz 1 mit 60.000 Stimmen

Euer geistesgestörter Idiot Alf POIER”

Ärger gab es mit einer Textzeile, die auf Widerstand stieß. Poier nahm die Zeile “… und weil sich Mohamed so gut vermehrte/ singt schon bald in Rom der Muezzin …” aus dem Lied und hielt sich während der Passage den Mund zu.

Gerhard Eichberger arbeitete für den Song “Good Old Europe is dying” mit Alf Poier zusammen. Er schlägt auf der Bühne die große Trommel (mit Anzug und Steirerhut). Nach der Vorausscheidung im ORF-Zentrum wäre, wäre es real zugegangen, ein Auftritt in Kiew beim Grand Prix Eurovision de la Chanson auf einer Megabühne gefolgt. Allein: Es wollte nicht sein, da mit den Stimmen geschoben wurde.

Hier das Video zur Vorausscheidung 2005, ORF (Helmi links hinten mit Hut):

Alf Poier war bereits beim Eurovision Song Contest, 2003 in Riga. Hier:

Poier wurde 2003 Sechster. Gegen diese Konkurrenz hatte er keine Chance. Gewonnen hat 2003: Sertab Erener (Türkei).

Das war die ganze Konkurrenz 2003:

Die Abstimmung 2003 war spannend:

Marcus J. Oswald (Ressort: Helmi im ORF)