Archiv der Kategorie: Helmi Privat

Gerhard Eichberger hatte Verkehrsunfall – Fahrrad, Auto, Sturz

Schmerzverzerrt, wenngleich unterdrückt. Helmi hatte einen Verkehrsunfall in Langenlebarn. Nun Rippenprellung! (Foto: Marcus J. Oswald, 14. September 2010)

(Wien, im September 2010) Brandheiße News zu Helmi! Es war kein Hubschrauberabsturz, aber immerhin. Das Polizeiprotokoll vom 13. September 2010 klingt zu nücherrn, verkennt den Ernst der Lage. Er gibt der Polizei Tulln folgenden Ablauf bekannt:

“Am 8. September 2010 fuhr ich im 7 Uhr 25 in Langenlebarn mit dem Fahrrad zur Arbeit. Auf der B 14 bin ich zur Verkehrsampel vorgefahren. Ein Polizeiauto kam mir entgegen. Das Polizeiauto verzichtete auf Vorrang. Deswegen bin ich dann in die Pedale getreten und links abgebogen. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich ein kurzes Handzeichen gab.”

In die Pedale getreten

Als er eingebogen war, kam ein zweites Auto hinter dem Polizeiauto in schnellem Tempo. “Als ich es gesehen habe, habe ich sofort gebremst. Doch es ist sich nicht mehr ausgegangen, weil auch die Strasse nass was und ich bin mit dem Fahrzeug kollidiert.”

Geschehen in Langenlebarn. Das Fahrrad war laut Polizeiprotokoll Tulln ein “Altes Puch, Drahtesel, rot”. Die Rettung kam. Helmi Eichberger wurde in das Landesklinikum Donauraum nach Tulln gefahren. Dort stellt man keine schweren Verletzungen, aber eine “leichte Rippenprellung VI bis VIII” fest, außerdem hat das rechte Kniegelenk zwei zirka drei Zentimeter große Abschürfungen.

Leichte Rippenprellung – Voltaren!

Oberarzt Sharif Hashemi verabreicht dem 48-Jährigen, der am 25. September Geburtstag hat, Voltaren zum Einreiben und Betaspray und Schutzverband für die Schürfwunden. Stand bis 13. September!

Es war Glück im Unglück. Denn es hätte schlimmer kommen können. Jährlich verunglücken in Österreich rund 60 Radfahrer im Straßenverkehr tödlich. Meist kollidieren sie mit Autos.

Marcus J. Oswald (Ressort: Helmi privat)

Treffen mit Verzögerung – Helmi holt die Rettung

Helmi nach der Gesangsprobe. Stößt auf einen Notfall. Hat vielleicht soeben einem Mann das Leben gerettet. (Foto: Marcus J. Oswald, 14. September 2010, 21 Uhr 00)

(Wien, im September 2010) Am 14. September kommt es zu einem Treffen mit Helmi Eichberger. Dieses ist für 21 Uhr ausgemacht. Doch er kommt und kommt nicht.

Dafür kommt ein Anruf: “Hier ist ein Notfall. Beim Franz Josef Bahnhof. Mann ist ohnmächtig. Komm her!”. Der Herausgeber geht entgegen. Er steht schon bei einer kleinen Menschenmenge. Auf einer Sitzbank liegt ein Mann, der sich ans Herz greift. Das Gesicht kommt bekannt vor. Er sitzt jeden Tag dort. Ein Trinker von der Obdachlosenszene rund um den Bahnhof. Nun liegt er flach.

Er kann sich nicht mehr aufsetzen. Gerhard Eichberer ist besorgt. “Der Mann stirbt vielleicht.” Ohnmächtig ist er nicht wirklich. Er bewegt sich. Helmi hat vorsorglich die Rettung gerufen. Nach sieben Minuten kommt sie und packt den Mann auf eine Trage. Die Polizei kommt auch kurz, erkennt die Lage und den Mann und ist nach vier Minuten wieder weg.

Rettung packt den Betrunkenen in den Wagen. Polizei kommt kurz Nachschauen. Helmi verdeckt hinter einem Polizisten. (Foto: Journaldienst)

Dann geht es wirklich ins Caféhaus. Mit etwas Verzögerung durch Blaulicht.

Marcus J. Oswald (Ressort: Helmi Privat)

Gerhard Eichberger will neues Auto kaufen – Von Aixam zu Twike

Helmis (bald) neues Auto: Ein Twike. Es fahren weltweit erst 900 Stück dieser Elektroautos auf den Strassen. (Foto: Oswald)

(Wien/Langenlebarn, im August 2010) Der AIXAM, die knarrende Plastikschüssel des Helmi Eichberger dürfte Geschichte sein. Er ist unzufrieden mit dem Auto geworden. “Im Jahr kostete mich der Aixam 9.000 Euro.” Reparaturen, Versicherung, Sprit. Dabei hatte das Leichtkraftauto keinen Spirit.

Darf es auch “Leichtkraftfahrern” erlaubt sein, ein trendiges Auto zu fahren? Es darf. Und daher hat sich Helmi am Markt umgesehen. Drei Aixam hatte er in den letzten zehn Jahren. Alle hatten nur 4.5 PS. Einer ein Dreirad, zwei Vierräder. Doch nun fährt er seit einem halben Jahr mit dem Zug zwischen Tulln und Wien.

Keine “Christine”

Grund: Der Aixam steht in der Werkstatt. Es ist die Werkstatt des Onkels in Tulln. Der hat einen Ölwechsel gemacht, der heute Ursache für einen Klagsreigen bei Gericht ist (Helmis adovocatus diaboli: Wolf Mazakarini). Nach dem Ölwechsel war der Aixam Schrott und der Onkel forderte trotzdem 7.000 Euro Werkstattkosten. Helmi klagte – sehr zum Widerspruch der Eichberger-Familie – den Onkel. Der Schriftsatz ist sehr umfangreich geworden, ein Sachverständiger wurde bestellt. Die Fotomappe kann sich sehen lassen.

Doch zurück in die Zukunft: Helmi hat nun von Aixam genug. Er denkt nach. Was wäre die Alternative? Er kam auf Twike.

Gerard Eichberger denkt nach: Er will ein anderes Auto. (Foto: Oswald)

“Das Auto würde 32.000 Euro kosten, plus Extraausstattung.” Der TWIKE wäre tatsächlich eine tolle Abschleppschaukel für Frauen, nach denen er sich sehnt. Eine Art 2 CV der Jetztzeit. Seine Überlegung ist aber eine gänzlich andere: “Ich habe nach einem Leichtkraftfahrzeug gesucht. Vielleicht wäre etwas Elektrisches sinnvoll”, gibt er sich nachdenklich. Weitere Anforderung ist: “Es muss ein Auto sein, dass am Weitesten kommt.” Der Twike hat 230 Kilometer “Reichweite” – wenn man fünf Ladebatterien unter der Haube hat. Und zur Not, auch das bietet der Twike an, kann man im Auto radeln.

“Grüner” Helmi

Das Radfahrargument ist für Helmi ein Schlagendes: “Der Twike wäre günstiger als ein Aixam, weil man damit abnehmen kann, da man mittreten kann.” Er zieht den Kauf des Twike nun ernsthaft in Erwägung.

Innovativ: So der Strom ausgeht, kann man beim TWIKE nach Hause radeln.
(Foto: Werk)

Das Auto sieht aus wie von einem anderen Stern. Geeignet als Traumschiff, Liebesschaukel und Hingucker im urbanen wie ländlichen Raum. Zudem ein ökologisches Fahrzeug, das mit Strom und nicht mit Benzin fährt. Die österreichische Telekom zum Beispiel will derzeit von 17.000 Telefonhütten, die man nach und nach schließt, 30 in einem Pilotprojekt österreichweit in Stromtankstellen umbauen. Damit ist dem “Elektroauto” der Erfolgsweg geebnet. Helmi will das durch den Kauf des TWIKE unterstützen.

Allerdings ist der Vater dagegen. Der Vater des 47-Jährigen ist der Master of Desaster. Er hält ein strenges Regiment über seinen erst 47-jährigen Sohn. Er lehnt den Kauf eines E-Autos ab. Er hat zwei Gegenargumente. Mit dem ersten wirft er dem Sohn die Fettleibigkeit an den Kopf: “Das ist ein Auto, in das Du gar nicht einsteigen kannst!” Argument zwei ist etwas kurzsichtig: “Das ist ein Auto, das Du in Tulln nicht reparieren lassen kannst.”

Innenansicht des E-Mobils. Helmis Autowunsch. (Foto: Werk)

Würde Helmi auf seinen 80-jährigen Vater hören, würde er seinen Traum nicht verwirklichen. Sein futuristisches Raumschiff, seine Liebesschleuder, sein Auto, das zugleich Fahrrad ist. Er will seinen Traum verwirklichen.

So wie er die Ausdrucke von Twike liebevoll von allen Seiten betrachtet, er trägt sie feinsäuberlich in Klarsichtfolien eingelegt in einer Mappe bei sich, wird ihm diesen Traum niemand nehmen. Er wird das Auto kaufen.

Was für ein Auto! Helmi ist immer wieder für eine Überraschung gut.

Marcus J. Oswald (Ressort: Helmi Privat)