Vater will Gerhard Eichberger enterben – Zusammenhang mit Causa Biggie Waite

Ausgenommen bis aufs letzte Hemd: Helmi Eichberger.

Gerhard Eichberger wurde von Frauen bis auf das letzte Hemd ausgenommen.
Nun will ihn sein Vater enterben. (Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im September 2009) Gerhard Eichberger ist ein gutmütiger Mensch, von dem man nie ein aggressives Wort hört. Sein künstlerisches Tun innerhalb der Bahnen des Bühnenauftritts pendelt zwischen empfindsam und extrem.

Man muss sagen: Eichberger wurde im Vertrauen von vielen Leuten ausgenutzt. Da er sich im Künstlermilieu bewegt, ist er meist von Menschen umgeben, die wenig bis kein Geld haben. Da er selbst konstant seit 1983 eine Arbeit hat (beim Zoll), ist er zwar nicht wohlhabend, ihn plagen aber keine finanziellen Sorgen. Daher halten sich einige immer wieder gern an ihn. Frau Waite hielt lange Zeit gute Stücke auf ihn. Der ewige Rivale Chris Bauer hielt lange Zeit Großes von ihm und ließ ihn mitmachen.

Eichberger galt immer als gute Geldquelle. Als er den Geldhahn 2007 zudrehte, waren die Freunde plötzlich weg. Biggie Waite heiratete glatt ein viertes Mal (aber nicht ihn). Chris Bauer affichiert mächtige Plakate für sein neues Projekt. Kurz davor wollte er sich noch 5.000 Euro von Eichberger belehnen.

Das Plakat von Rocktiger Chris Bauer hängt seit über einem Jahr am Wiener Gürtel.

Die Freunde sind weg. Doch die Zores, die nun da sind, übersteigen Dinge, für die Eichberger nicht verantwortlich ist. Er hat einer Serbin namens Marina Mitrov Geld geliehen, und sie ist abgetaucht. Er hat sicher auch Biggie Waite Geld geliehen, das er nicht mehr zurück bekam. Dann bekam er ein Strafverfahren und wurde freigesprochen. Er hatte immer das Bummerl, wie man in Wien sagt. Was tun die Richter? Sie sagen: Hat er halt Pech gehabt.

Vater will ihn enterben und besachwaltern

Am Dienstag, 15. September 2009, schrieb Gerhard Eichberger in gedanklicher Vorbereitung auf die bezirksgerichtliche Verhandlung am BG Wien-Meidling per Email ernste Dinge. Auch deshalb ist besondere Sorgsamkeit der Bezirksrichterin gefragt und keine 0815-Entscheidung. Er spricht darin ernste Hintergründe an, die auch das Bezirksgericht richtig sehen sollte. Eichberger im Schlussteil eines Emails zur Sache:

“Detail am Rande: Mein Vater hat gegen mich Erbausschließungsgründe beim Notar geltend gemacht, weil ich Frau Biggie Waite und Frau Marina Mitrov Geld geborgt habe und nicht fähig bin, dieses Geld zurückzuholen.

Außerdem verlangt er von mir die mir gegebene Mitgift von EUR 40.000,- zurück – dieses Geld hatte er mir nur unter der Prämisse gegeben, dass ich Frau Waite heirate. (Dieses Geld ist fast zur Gänze in gemeinsame Unternehmungen mit Frau Waite und in die Fernsehsendung ‘MULATSCHAG’ geflossen.)

Weiters hat meine Familie angeblich ein Entmündigungsverfahren gegen mich mit derselben Begründung und mit der Begründung, dass ich mit meinem Bandauftritt ‘HELMI’S NIGHTMARE’ mein Geld vernichte, angestrengt.”

An seinen Rechtsanwalt Wolf Mazakarini: “Ich ersuche Sie, nun mir mitzuteilen, welche Vorgangsweise die beste ist. Im Hinblick auf baldige Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen. Gerhard Eichberger.”

Klage wegen Anwaltskosten

Am 17. September 2009 war dann die Gerichtsverhandlung um 12 Uhr 00 am BG Wien-Meidling. Es geht in dieser (zweiten) Gerichtsauseinandersetzung mit Biggie Waite darum, dass er eine Anzeige samt Strafprozess am Landesgericht Wien erdulden musste und freigesprochen wurde. Im Zuge des Freispruches entstanden mittelhohe Anwaltstaxen bei Verteidiger Roland Friis (3.600 Euro) und diese reklamiert Eichberger nun im Zug des Zivilrechtsweges von Biggie Waite zurück. Die “Klage wegen Anwaltskosten” steht erst am Beginn.

Es war “erkundende Tagsatzung”. Gegenüber saßen sich einige Minuten Biggie Waite (44, selbstvertreten) und Gerhard Eichberger (46, mit Anwalt Wolf Mazakarini). Biggie Waite ist nicht sehr rechtskundig und verlangte Zeugen wie die damals anzeigeaufnehmenden Polizisten im Wachzimmer “Am Schöpfwerk” (zur Stalking Anzeige). Die Richterin lehnte das als sinnlos ab.

Gerhard Eichberger wiederholte seine Position, dass die damalige Anzeige gegen ihn nur initiiert wurde, um ihn kaltzustellen und wenn möglich ins Gefängnis abzuservieren, da Biggie das damalige Kleindarlehen an ihn nicht zurückzahlen wollte.

Helmi steht nun selbst etwas unter Druck, da ihn sein Vater enterben will, da er laut Ansicht des Vaters (84) Geld an Frauen sinnlos verschenkt und daher nicht mehr Herr seiner Sinne sei.

Die Richterin vertagte und wird in zwei Monaten weiter tun.

Marcus J. Oswald (Ressort: Die Sache mit Biggie)

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